Zeit heilt Wunden

Es gibt Dinge, die erinnern mich an die Zeit mit dir. Und damit auch an all den Schmerz. Wie du mich aus deinem Leben befördert hast … einfach so, mit ein paar Worten. Mit einem „Leb wohl“. Ich konnte nicht atmen, so weh tat das. Ich habe es nicht gezeigt. In schlaflosen Nächten hörte ich meinem Herzrasen zu. Und als ich vorsichtig anklopfte, hast du Tür um Tür zugeschlagen. Du warst sehr konsequent. Irgendwann hatte ich verstanden. Es war in meinem Kopf und in meinem Herzen angekommen. Schmerzhaft. Viel Zeit ist vergangen. Mein Herz ist geheilt. Es hat lange gedauert. Weil das mit dir für mich von Anfang an besonders war. Ein paar Narben sind geblieben. Es stimmt: Zeit heilt Wunden. Und ich habe gelernt. Ich passe auf mich auf. Damit ich nie wieder als Ego-Push benutzt werde. Ich bin vorsichtig geworden. Sehe genau hin. Gebe nicht mehr einfach so. Nur noch an Menschen, von denen ich weiß, dass sie sorgsam mit meinen Gefühlen umgehen werden. Ich habe angefangen, eine Mauer zu bauen. Aber ich will das nicht. Das bin nicht ich. Gefühle zu leben gehört für mich dazu wie Atmen, Schlafen und Essen. Auch, wenn es mit einem Risiko einhergeht. Ich trage meine Mauer ab, Stück für Stück. Ich will wieder vertrauen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s