Ich bin ich

In meinem vorletzten Post habe ich darüber geschrieben, wie ich mich verstellt habe, um von anderen akzeptiert und nicht mehr ausgeschlossen zu werden. Und wie mich das alles angestrengt und gestresst hat. Bei näherem Nachdenken über diese Thematik ist mir aufgefallen, dass das nicht nur in diesem Bereich der Fall war. Wenn ich jemanden mochte, habe ich versucht, den Vorstellungen dieser Person zu entsprechen, Wünsche zu erahnen und zu erfüllen, auch wenn diese gegen meine eigenen Bedürfnisse gingen. Weil ich unbewusst das Gefühl hatte, dass die Person mich nicht mehr mögen würde, wenn ich das nicht tun würde. Sehr anstrengend und frustrierend. Weil: es ist absolut unmöglich, alle erdenklichen (und vielleicht auch noch unausgesprochenen) Wünsche einer anderen Person erfüllen.

Inzwischen habe ich einen anderen Weg eingeschlagen und arbeite daran, diesen Weg zu festigen. Unabhängig von der Meinung anderer zu werden. Mich selbst so zu akzeptieren, wie ich bin. Viel zu lange habe ich an mir selbst herumkritisiert und in vielen Dingen bin ich zu streng mit mir gewesen. Ich bin einfach so, wie ich bin. Ich bin emotional und weichherzig und werde niemals ein rein rational denkender Mensch werden. Ich mag Nähe und Gefühle und lebe das jeden Tag. Demzufolge werde ich mit Menschen, die damit nichts anfangen können, eher distanziert sind und selbst keine Gefühle zeigen, vermutlich nie auf einen Nenner kommen. Ich rede gern und viel (wenn Menschen und Situation passen). Dann sind Menschen, die eher schweigsam sind oder die meine manchmal endlose Quatscherei nervt, nicht die richtigen für mich. Ich kann von etwas sehr begeistert sein und verhalte mich dann manchmal so gar nicht altersentsprechend. Ich lebe eher das kreative Chaos als die strikte Ordnung. Ich bin gerne mal faul und tue einfach mal … nichts. Geduld wird wohl niemals meine Stärke werden. Ich bin in vielen Dingen vorsichtig und ängstlich. Dann brauche ich niemanden, der darauf herumhackt oder Unverständnis zeigt. Ich will mich nicht mehr verstellen und verstecken. Sondern so sein und mich so zeigen, wie ich bin. Denn genau so bin ich richtig.

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