Bäume, Wald … und ein Film

Am vergangenen Wochenende habe ich mir im Kino den Film „Das geheime Leben der Bäume“ angesehen, einen wunderbaren Film nach dem Buch von Peter Wohlleben über Bäume, den Wald, die Natur. Ich habe so viele neue Dinge über all das gelernt. Zum Beispiel, dass Bäume fühlende und soziale Wesen sind. Dass sie sich zum Blühen verabreden. Dass sie sich gegenseitig vor Feinden warnen. Dass viele der Bäume im Wald noch gar nicht so alt sind, wie ich immer dachte. Dass es traurigerweise in Deutschland kaum noch ursprünglichen Wald gibt. Dass viele Bäume nur für die Holzindustrie gepflanzt und nicht alt werden.

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Frühlingswald

Wenn ich das nächste Mal einen Waldspaziergang mache, werde ich den Wald und die Bäume ganz sicher mit anderen Augen sehen. So wie ich, seit ich hauptsächlich Naturmotive fotografiere, kleine Details an Bäumen und anderen Dingen in der Natur sehe, die ich vorher nie wahrgenommen habe. Seit ich bewusst hinschaue, wird mir immer mehr bewusst, was für ein einzigartiges Wunderwerk die Natur ist. Ständig entdecke ich neue Dinge. Kaum zu glauben, dass ich früher Spaziergänge im Wald langweilig fand. Begonnen hat meine Entdeckungsreise vor einigen Jahren mit meinem Umzug nach Wandlitz – und damit dem Wald vor der Tür. Ich entdeckte, dass das für mich der wahre Luxus ist. Ich entdeckte, dass mich nichts so erdet wie ein Spaziergang im Wald. Der Wald und die Bäume strahlen eine unglaublich große Ruhe auf mich aus. Und manchmal, wenn ich besonders gestresst und überfordert bin, denke ich an diese Spaziergänge in diesem wunderschönen Wald zurück und stelle mir vor, dass ich wie einer diese Bäume dort fest verwurzelt bin und dass mich nichts so schnell umwerfen kann.

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Sommerwald nach dem Regen

Beim Verlassen des Kinos hatte ich gemischte Gefühle – einerseits war ich beeindruckt, fasziniert und berührt. Andererseits aber auch traurig darüber, was der Natur angetan wird. Ich wünsche mir, dass die Menschen achtsamer mit der Natur umgehen. Dass sie nicht einfach achtlos Müll in den Wald werfen, an dem im schlimmsten Fall Tiere zu Schaden kommen können. Dass sie hinschauen und die kleinen und großen Dinge sehen, die der Wald und die Natur zu bieten haben. Und vielleicht auch den Käfer aufheben, der auf dem Rücken liegt und ihn an den sicheren Wegesrand bringen, damit er nicht vom nächsten Radfahrer überfahren wird.

Herbstwald
Winterwald

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