You were my hardest goodbye

Ein Graffiti, gesprüht auf eine Tunnelwand. Ich kam daran vorbei, als ich mit Flores eine kleine Wanderung durch den Auwald machte. Und sofort kamst du mir in den Sinn. Weil du das für mich warst. My hardest goodbye. Die Zeit, die wir hatten, war nicht sehr lang. Ein paar Monate nur. Aber: sie war besonders. Besonders genug, dass mir der Abschied schwer fiel. Es begann mit einem für mich magischen Sommerabend, an dessen Ende ich quasi nach Hause schwebte. Auch das war besonders … schließlich treffe ich nicht jeden Tag auf jemanden, der mich auf Anhieb umhaut. Genau genommen war mir das vorher noch nie passiert. Die folgenden Monate waren wie ein Traum. Und wie eine Achterbahn. Weil da Gefühle waren, die nicht sein durften. Und weil diese Gefühle immer mehr wurden. Und dann bist du gegangen. Hast die Magie mitgenommen. Es war sehr schwer, dieses Goodbye zu akzeptieren. Es hat lange gedauert. Jahre und viele Tränen später bin ich trotz allem dankbar. Für die Magie an diesem Sommerabend. Für alles, was danach kam. Dafür, dass ich auf einen Menschen getroffen bin, bei dem ich von Anfang an das Gefühl hatte, ihn zu kennen, obwohl ich ihn gar nicht kannte, weil einfach die Chemie so gestimmt hat. Dafür, dass wir diese Zeit zusammen hatten.

5 Kommentare zu „You were my hardest goodbye

  1. Es berührt mich immer wieder sehr, wenn ich Deine sensible Seele aus und zwischen Deinen Zeilen sprechen höre. Ich finde es so toll, dass Du die Erinnerungen, von denen Du hier berichtest, so bewahrt hast, bewahren konntest und kannst, wie hier beschrieben. Bei aller Wehmut, lebt das Schöne dieser Zeit in Dir. Das ist sehr beeindruckend und sehr, sehr schön.

    Liebe Grüße an Dich, Christiana! 🌻

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    1. Lieber Sternflüsterer, ganz lieben Dank für deine Worte – du findest irgendwie immer die richtigen 🙂
      Ja, inzwischen kann ich das Schöne an all dem sehen und mich freuen, dass ich so etwas erleben durfte (da kommt eben die Romantikerin durch 😉 Das ging lange Zeit nicht … da waren da hauptsächlich Schmerz, Trauer und Wut. Manchmal, wenn ich heute daran denke, kommt aber auch noch etwas von der Trauer und dem Schmerz darüber zurück, wie diese Geschichte geendet hat. Und in jedem Fall hat mich diese Geschichte geprägt, ich bin tatsächlich viel misstrauischer gegenüber Menschen geworden.

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      1. Das kann ich gut nachvollziehen. – Lass die Romantikerin ruhig „durchkommen“ – diese Ebene ist viel weniger „schnulzig“ als sie gemeinhin abgetan wird – sie ist eine Ebene Schönes zu empfinden, sich dessen zu erinnern, es sich zurück zu holen. Und deshalb wichtig!

        Wieder liebe Grüße! 🌻

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  2. Das mache ich zunehmend 😉 ich habe die Romantikerin in mir ohnehin viel zu lange unterdrückt … weil man oft belächelt bzw. nicht ernstgenommen wird, wenn man diese Seite zeigt. Aber: auch das bin ich. Und es fühlt sich viel besser an, diese Seite nicht zu verstecken und dazu zu stehen.

    Liebe Grüße zurück an dich!

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  3. Liebe Christiana, ich freue mich immer so sehr, wenn ich neue Zeilen von dir lesen kann. Durch meine kleine Norddeutschlandtour warten heute also direkt 3 neue Artikel von dir auf mich, wie wunderbar!
    Ich kann mich meiner Vorrednerin aber nur anschließen – es ist sehr berührend zu lesen, wie du das Graffiti zum Ausgangspunkt deiner eigenen Geschichten und Gefühle nimmst und wir einen Einblick bekommen dürfen, was wir vor einer Zeit mal ein Mensch bedeutet hat. Ich finde das auch weder kitschig noch naiv – sondern wunderschön, wenn man sich einem anderen Menschen so öffnen kann. Dieses Gefühl bleibt, Schmerzen und Enttäuschungen vergehen. Und ich bin mir ganz sicher, dass du noch mehr Menschen treffen wirst, die genau diese sensible Seite an dir lieben werden. ❤

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