Zurück im Café, Straßenmusik und ein Traum

Ein weiterer Freitag. Wieder in Leipzig. Mit dem Unterschied, dass es deutlich voller ist als in den vergangenen Wochen. Der Wochenmarkt ist wie immer gut besucht. Und: die Straßencafés haben wieder geöffnet! Endlich! Und glücklicherweise kann man, wenn man alleine ist, in meinem Lieblingscafé auch ohne negativen Corona-Test den Freisitz nutzen (lediglich ein Formular musste man ausfüllen). Und dann sitze ich, nach fast 7 Monaten zum ersten Mal wieder im Café, trinke Chai Latte, beobachte, was um mich herum passiert und schreibe Notizen in mein Heft. Es ist ein bisschen ungewohnt – aber in jedem Fall fühlt es sich verdammt gut an. (Wenn der Inzidenzwert in Leipzig weiter so sinkt, stehen die Chancen gut, dass man bald auch wieder ohne Termin und ohne negativen Test shoppen gehen kann (von einem Impftermin bin ich nämlich bisher meilenweit entfernt)).

Als ich später die Grimmaische Straße entlanggehe, höre ich Straßenmusik. Nach so vielen Monaten, in denen der Geräuschpegel in der Innenstadt im Wesentlichen aus dem Gemurmel der Passanten bestand und es ansonsten ungewohnt still war. Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber wenn ich auf Menschen treffe, die Straßenmusik machen, die mir gefällt, dann muss ich einfach stehenbleiben, eine Weile zuhören, die Musik genießen und auf mich wirken lassen. Und so gut wie immer bekomme ich dann richtig gute Laune und fühle mich irgendwie mitten im Leben. So war das auch heute. Eine Leipziger Band spielte ihre Songs vor Galeria Kaufhof. Ich hörte also eine ganze Weile zu und am Ende kaufte ich eine der CDs. Und mit dem Abstand zu der ganzen Zuhause-Sitzerei (in der ich leider unweigerlich immer und immer wieder in Grübeleien verfalle), fiel mir plötzlich etwas wieder ein. Ich habe ja schon immer gerne gesungen (lange in verschiedenen Chören und bei Chorprojekten) bzw. anderweitig Musik gemacht. Das war allerdings leider im vergangenen Jahr nicht mehr möglich. Und es fehlt mir unfassbar. Sobald es wieder möglich ist, will ich das unbedingt wieder aufnehmen. Entweder wieder singen – oder ich erfülle mir einen Traum und lerne endlich Schlagzeugspielen (das wollte ich schon als Kind – stattdessen „musste“ ich Gitarrespielen lernen).

Mein Ausflug heute hat mir also nicht nur Inspiration, Input und gute Laune beschert, sondern auch noch einen vergessen geglaubten Traum wieder ans Tageslicht befördert. (Und wenn man dann hoffentlich bald auch endlich wieder Musik auf Open-Air-Konzerten an lauen Sommerabenden genießen kann, bin ich so ziemlich der glücklichste Mensch der Welt.)

4 Kommentare zu „Zurück im Café, Straßenmusik und ein Traum

  1. Ohhh das klingt so gut und freut mich sehr das Du auch endlich wieder draussen im Cafè sitzen konntest ☕🌼🌷 da hüpft einem doch das Herz ein Stückchen mehr
    und das mit dem Singen im Chor wäre doch auch wirklich eine tolle Idee um weitere Kontakte aufzubauen…
    Schlagzeug finde ich krass…toll – wenn es Dir Spaß macht ….einfach machen 🤣

    Gefällt 1 Person

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