Die Hummel

Ich gehe die Straße entlang. Plötzlich fällt mein Blick auf etwas gelb-schwarz gestreiftes. Eine Hummel! Ich stelle meine Einkaufstüten ab, hocke mich auf den Boden und betrachte sie genauer. Mühsam kriecht sie über das Pflaster. Sie scheint zu erschöpft zum Fliegen zu sein. Vielleicht ist sie entkräftet, weil sie keine Nahrung gefunden hat. Ich überlege kurz, wie ich sie den noch verbleibenden Kilometer nach Hause transportieren kann, lasse sie schließlich auf einen Kassenbon krabbeln und setze sie in meine Einkaufstüte aus Papier. Dann geht es weiter nach Hause.

Dort angekommen setze ich sie auf den Tisch und rühre schnell etwas Zuckerwasser an, das ich ihr dann anbiete. Aber: Sie möchte es nicht. Ich beschließe, sie auf dem Balkon auf einer meiner blühenden Pflanzen abzusetzen, in der Hoffnung, dass sie da auftanken kann. Ich trage die Hummel also auf dem Kassenbon nach draußen und versuche, sie dazu zu bewegen, auf die Blüten zu krabbeln. Aber sie sitzt ganz still da. Die Sonne ist gerade herausgekommen und sendet wärmende Strahlen auf den Balkon. Die Hummel sitzt also ein paar Minuten einfach da in der Sonne – und dann fliegt sie plötzlich los in den blauen Himmel. Ich schaue ihr nach, wie sie davonfliegt und freue mich. Manchmal helfen eben einfach ein paar wärmende Sonnenstrahlen.

Ein Kommentar zu „Die Hummel

Schreiben Sie einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Wechseln )

Verbinde mit %s