Wohnortgedanken, Teil 2

Ich habe die Wohnung in Leipzig nicht bekommen. Weil ich zu lange über die verschiedenen Nachteile nachgedacht habe. Und dann jemand schneller war. Aber: Vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Ich mache jetzt erstmal Pause von der Wohnungssuche. Gerade ist es hier ganz ok. Draußen ist mit dem November die Ruhe eingekehrt, die mir die ganzen vorherigen Monate so gefehlt hat. Und ich merke gerade, dass ich damit selbst immer mehr zur Ruhe komme, wieder klare Gedanken fassen kann. Und so meine Batterien, die in den vergangenen zwei Jahren quasi ständig leer waren, nach und nach wieder aufladen kann. Das heißt nicht, dass ich hierbleiben will. Mir ist absolut klar, dass der nächste Sommer hier ähnlich werden wird. Aber: Manchmal ist es einfach ok, für den Moment nichts zu tun. Und Kraft zu sammeln für das, was kommt.

Letzte Woche war ich in Berlin. Es gab Kaffee und ein nettes Gespräch von/mit meinen ehemaligen Nachbarn und eine Einladung für ein kleines Draußen-Treffen mit allen Nachbarn an Silvester. Und da war es plötzlich wieder: das warme Gefühl von Zuhause, das ich in den letzten 2 Jahren immer vermisst habe. Obwohl ich schon seit über 2 Jahren nicht mehr dort wohne. Und dann wusste ich wieder, warum ich mich dort so wohlgefühlt habe: Weil ich dazugehört habe.

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